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| Home | Der „Junge“ - Träume gegen die Realität
Er hält Reriks Einwohner allesamt für phlegmatisch, gleichgültig, abgestumpft; Menschen eben, die tagein, tagaus ihre Tätigkeit erledigen, maschinengleich, ohne zu leben, ohne seiner Vorstellung von Leben gleichzukommen, die in erster Linie Freiheit, aber auch Selbstbestimmung und Unabhängigkeit bedeutet. Insbesondere von seiner Mutter fühlt er sich unverstanden, rebelliert gegen ihre Normen und Werte, hinterfragt und stellt in Frage, wie alle Jugendlichen. In seinem Vorgesetzten Knudsen sieht er den typischen Reriker: langweilig, mürrisch, starr, wortkarg, gefühlsarm, desillusioniert und somit seiner Meinung nach tot. Dieser ist wie seine Mutter jedoch eine der herausragenden Persönlichkeiten Reriks, die sich noch am ehesten als zwei der wenigen Individuen aus dem Kollektiv der Rerik-Bewohner herauskristallisieren. Um dieser für ihn unerträglichen Realität zu entfliehen, flüchtet er sich in die Traumwelt seiner Bücher, in der er Abwechslung und Zerstreuung von der Tristesse seines Alltags zu finden sucht. Er identifiziert sich mit Helden wie Huckleberry Finn und bewundert und beneidet sie ob ihrer Freiheit, tun zu können, was ihnen beliebt. |
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